Der Listsee

Von einem Riesen geschaffen

Wie bei vielen Naturwundern im Berchtesgadener Land, so haben sich die Einheimischen auch beim Listsee Gedanken darüber gemacht, wie er wohl entstanden ist. Schließlich hat das romantische Gewässer keinen Zufluss und wird von unterirdischen Quellen gespeist. Seit Generationen erzählen sich die Menschen in Karlstein, Bad Reichenhall und Nonn, dass ein ungestümer Riese den See erschaffen haben soll. Das tölpelhafte Wesen habe einen ausladenden Tanz vollführt und dabei mächtig mit den Füßen aufgestampft. Dabei entstand ein Erdloch, dass sich rasch mit Wasser füllte: der Listsee. Ob in dieser Geschichte nur ein Fünkchen Wahrheit steckt, darf bezweifelt werden. Dennoch: Lassen Sie sich auf einer der Bänke am Ufer nieder, werden Sie sicherlich verstehen, warum sich die Einheimischen vormals solch mystische Erzählungen ausdachten. Die Landschaft rund um das Seelein ist einfach überirdisch schön!

Ein Spaziergang im Nonner Oberland

Der schnellste Weg zu diesem anheimelnden, meistens grün leuchtenden Gewässer führt über den Listwirt. Die Traditionsgaststätte liegt nur knapp zehn Gehminuten vom Ufer entfernt. Seit 125 Jahren serviert die Familie Sommer dort schmackhafte Speisen und ist berühmt für ihren hervorragenden Kaiserschmarrn. Vom Listwirt aus ist es möglich weiter zum Thumsee oder hinüber zur Padinger Alm zu wandern. Außerdem markiert der auf 628 Metern gelegene Listsee den Startpunkt für eine Tour auf die Zwieselalm. Zweieinhalb Stunden liegen zwischen dem Gewässer und dem Zwieselhaus. Der Pfad ist bequem begehbar und deshalb auch für Familien hervorragend geeignet.

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