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Watzmann Ostwand

Des Watzmanns kitzelige Stelle: die Ostwand

Der Ramsauer Bergführer Johann Grill, genannt "Kederbacher" durchstieg die Watzmann-Ostwand erstmals 1881. Er erklomm dabei die Mittelspitze. Dieser Tage steigen die meisten Wandbezwinger zur Südspitze auf. Die erste Winterbegehung absolvierte Hermann Buhl in der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1953. Der Wahl-Ramsauer sah diesen Aufstieg als wichtige Trainingseinheit für seinen anschließenden Alleingang zum Gipfel des Nanga Parbat.

Erfahrung und ein guter Bergführer: die wichtigsten Ostwandbegleiter

Durch die Watzmann-Ostwand zu steigen bleibt ausschließlich konditionell und mental starken Bergsteigern vorbehalten. Wenn Sie unweit des Einstiegs und damit nahe der Eiskapelle die Wand emporblicken, werden Sie sicherlich verstehen warum: 1.800 Meter blanker Fels türmen sich über Ihnen auf und von Westen kommende Wolken sind so gut wie unsichtbar. Diese Tatsache macht Ostwanddurchsteigungen anfällig für Wetterkapriolen. Fühlen Sie sich fit und alpinistisch gewappnet genug, es mit der Watzmann Ostwand aufzunehmen, sollten Sie dennoch in der Obhut eines erfahrenen Bergführers den Gipfelsturm wagen.

Die Durchsteigung

Der Einstieg in die Ostwand beginnt prinzipiell schon an der Bootsanlegestelle am Königssee. Via Schiff gelangen Sie nach St. Bartholomä. Vom weltberühmten Kirchlein aus geht es eine gute halbe Stunde hinauf bis zur Eiskapelle. Ab dort beginnt die Kletterei, wobei die gesamte Ostwand nie den III. Schwierigkeitsgrad überschreitet. Wer einmal in die Wand eingestiegen ist, kann nur schwerlich die Tour abbrechen. Einzig die auf 2.380 Metern gelegene, orangefarbene Biwakschachtel bietet eine Zufluchtsmöglichkeit.