Funtensee

Stille empfängt den Bergwanderer. Nach der Überfahrt mit der Königssee Schifffahrt über den Königssee nach St. Bartholomä, geht es auf einsame Pfade zum Funtensee. Schweißtreibend sind die 32 Kehren durch die sogenannte Saugassse, die ihren Namen zurecht trägt. Die sich in den Himmel türmende Watzmann Ostwand zeigt sich in ihrer ganzen Schönheit. Baumpersönlichkeiten wie Lärchen und Zirben säumen den Weg. Alpenblumen stehen am Wegesrand und lassen alle Mühen vergessen. Nun ist es nicht mehr weit. Nach ca. 4 Stunden hat man den Platz zum verweilen erreicht, den Funtensee mit den Funtenseetauern und den Schottmalhorn.

Einladend steht das Kärlingerhaus an den Ufern des Funtensees, in der Kernzone des Nationalpark Berchtesgaden. Das Kärlingerhaus ist ein Unterkunftshaus des Deutschen Alpenvereins und bietet alles, was so eine Berghütte braucht. Ein eigener Hüttenschlafsack ist Pflicht. Den kann man sich bei Bedarf auch ausleihen. Insgesamt werden 220 Übernachtungsmöglichkeiten angeboten.

Der Funtensee - Ausgangspunkt für viele Tagestouren

Viele Wanderpfade führen vom Kärlingerhaus in die Bergwelt. Vom Funtensee auf den Feldkogel sind es ca. 1,5 Stunden. Ein Logenplatz der Extraklasse. Vor uns liegt das Gotzenplateau, der Kahlersberg, das Hagengebirge und der Hohe Göll. Im Tal der Königssee, dahinter der Untersberg. Links der Hundstod und der Watzmann. Da möchte man am liebsten bleiben. Der Rückweg zum Funtensee ist wiederum ein Erlebnis. Alpenwiesen sind ein Spielplatz für Murmeltiere. Im Sommer herrscht Lust und Übermut. Almrausch in lockenden Rot umrahmt von Latschen. Der Funtensee ist ein Ort, der die Sinne beruhigt und den man nicht so schnell verlassen möchte.

Im Winter ist der Funtensee im Nationalpark Berchtesgaden oft der Kältepol Deutschlands. Vollkommene Stille liegt über den Funtensee, ein Stück Sibirien in Deutschland. Jörg Kachelmann hat eine Wetterstation aufstellen lassen. Am 24. Dezember 2001 wurden das erste Mal minus 45,9 Grad Celsius gemessen. Der Funtensee verschwindet unter einer dicken Eis und Schneeschicht. Nur geübte Skitourengeher besuchen ab und zu diesen unwirklichen Ort. Es sind die Skisportler, die die sogenannte „große Reibn“ gehen. Der Winterraum im Kärlingerhaus bietet ihnen Schutz für eine Nacht.

Lage des Ausflugszieles